Fewo in Dänemark

nahe der Jammerbucht an der Nordsee

 

Generelles über die Jammerbucht

Die Jammerbucht (dänisch: Jammerbugt) ist ein offenes Gewässer im Skagerrak. Die Bucht ist ein Teil der dänisches Nordsee an der Nordwestküste Jütlands und erstreckt sich rund 100 Kilometer weit von Hirtshals über Blokhus, Slettestrand bis zum Bulbjerg. Der Name der Bucht leitet sich vermutlich von "Jammern" ab. Es war dieses Jammern der vielen Seeleute, die über die Jahrhunderte vor der gefährlichen Küste der Jammerbucht mit ihren Schiffen gestrandet und auch untergegangen sind.

In fünfzig Jahren mehr als 1.200 Schiffsuntergänge
Im Norden Jütlands und eben hier an der beschriebenen Jammerbucht haben unendlich viele Seeleute ihr Leben gelassen. Alleine in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es an der gesamten Westküste zu mehr als 1.200 Schiffsstrandungen. Manche sind wohl auch durch täuschende Lichtzeichen der dort lebenden Bewohner verursacht worden. In der Annahme, dass man auf dem richtigen Weg zum nächsten sicheren Hafen wäre, haben die Landbewohner die Schiffe mit ihren Leuchten auf die gefährlichen Riffe geleitet und dann in Strandräubermanier die Schiffe anschließend ausgebeutet
.

Westlich schließt sich die Bucht "Vigsø Bugt" bis Hanstholm an, im Nordosten erstreckt sich die "Tannis Bugt" bis Skagen.
Die Bucht bietet ertragreiche Fischgründe. Die Häfen von Hirtshals und Hanstholm wurden erst im 20. Jahrhundert angelegt, um zahlreiche kleine Landungsplätze auf dem offenen Sandstrand zu ersetzen. In Løkken, Lønstrup, Slettestrand und Thorup Strand kann man bis heute noch Fischkutter auf dem Strand liegen sehen, die mit Seilwinden oder Raupenschleppern ins Meer oder an Land gezogen werden. Als erster dänischer Hafen an der offenen Nordsee wurde von 1919 bis 1930 der "Hirtshals Havn" gebaut, heute einer der größten Fischereihäfen Dänemarks. Der Hafen von Hanstholm konnte nach sieben Jahren Bauzeit 1967 eingeweiht werden. Den inzwischen wichtigsten Wirtschaftszweig in der Küstenregion bildet jedoch der Tourismus - begünstigt durch breite Sandstrände, die meistens mit dem Auto befahren werden dürfen. Die Küstenlinie ist vor allem bei Lønstrup trotz Küstenschutzmaßnahmen durch Erosion gefährdet, während zwischen Blokhus und dem Bulbjerg die Dünengürtel sogar anwachsen - aufgrund der ruhigeren Strömung im Inneren der flachen Bucht.

letzte Änderung: 13.09.2017